Ätheris - Schule für Aromatherapie

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Fasten mit ätherischen Ölen - mein ganz persönliches Abenteuer! 

Meine Ernährung stelle ich seit Jahren um, immer wieder mal, doch nie dauerhaft. Ständig schleichen sich irgendwelche bösen Weizenprodukte oder nudelige Dickmacherchen von hinten an mich ran und überwältigen mich. Am Ende muss ich sie dann vernichten, und das klappt nur, indem ich sie verschlinge. Zur gemütlichen Abendstunde mit Freunden oder im Kreise der Familie fließt dann verlockend der Rotwein dunkel und ölig ins Glas und bringt mich in die vermeintliche Entspannung. Hinzu kommt noch, dass ich ein Sucht-Verhalten an den Tag lege wie ein Junkie, sobald es um Süssigkeiten geht. Nichts ist vor mir sicher. Kuchen, Eis, Kekse und Schokolade, alles muss weg! 

An meinem Geburtstag im Februar traf ich die radikale Entscheidung: Ich werde bis Ostern fasten. In meiner Familie das große Entsetzen, als ich diese darüber informierte, dass sie sich in den nächsten Wochen selbst versorgen muss. Aber erstaunlicherweise plagt mich kein schlechtes Gewissen, sondern ich freue mich sogar über meine neu erworbene Freiheit, denn ich weiß, wie viel Zeit ich nun für mich haben würde, wenn Kochen und Essen wegfallen. Stattdessen freue ich mich über Wellnessstunden in der Badewanne, schöne Meditationen und auf Bücher, die ungelesen in meinem Bücherregal auf mich warten. 

Die ersten 10 Tage sind vorrüber, und ich kann mich über die verlorenen 3 kg gar nicht genug freuen. Das sind 12 Pakete Butter, sagte mir eine Bekannte. Alle möchten von mir wissen, ob es Probleme gab, oder ob es für mich schwierig ist, durchzuhalten.  Nun, in den ersten beiden Tagen hatte ich durchaus "Entgiftungserscheinungen". Ein befreundeter Arzt sprach sogar von Entzugserscheinungen, da ich Alkohol, Zucker und Kaffee die Freundschaft gekündigt habe. Es plagten mich hämmernde Kopfschmerzen, doch ein Spaziergang an der frischen Luft und das Inhalieren von Pfefferminze und Auftragen von Wintergrün auf meine Schläfen linderten diese fast augenblicklich. Außerdem war ich ständig müde und energielos. Doch schlagartig kamen am dritten Tag gute Laune und eine derartige Power in mein Fastenleben, wie ich sie bisher selten erlebt habe. Seitdem habe ich das Gefühl, ewig so weitermachen zu können. Nun möchte ich Dir aber verraten, wie ich mein Vorhaben mit den ätherischen Ölen unterstütze. 

Morgens: 3/4l stilles Wasser mit 1-2 Tropfen Zitronenöl, Kräutertee. 

Mittags:   300 ml Gemüsebrühe, nachmittags 3/4l stilles Wasser mit 1-2 Tropfen Grapefruitöl, Kräutertee

Abends:   Wasser und Tee nach belieben, vor dem Schlafen gehen 2 Kapseln mit je 10 Tropfen Grapefruitöl befüllen und einnehmen, gute Bekterienstämme zu sich nehmen, 1 Tropfen Lavendelöl in den Kräutertee geben, 1 Tropfen aus den Händen inhalieren und 1 Tropfen unter die Füße geben. Ich liebe es auch, eine Abendmeditation mit der Handinhalation zu verbinden. So ist ein gesunder Schlaf vorprogrammiert.

Wer sich sehr quält und großen Hunger hat, dem rate ich, mittags oder am Abend einen Eiweißshake zu sich zu nehmen. Gegen das Frieren mache ich mir eine Kanne Ingwer-Zitronenwasser und trinke in kleinen Schlucken. Möchte ich es intensiv, so gebe ich in die Teekanne noch je einen Tropfen Ingwer und Kurkuma. Gegen kalte Füße hilft Zimtöl. 

Mein Bindegewebe soll nicht unter dem Gewichtsverlust leiden, daher bekommen die Stellen, welche vorraussichtlich am meisten abnehmen werden, eine Ölung. Dazu tropfe ich 10 Tropfen Ledum in eine 15 ml Flasche mit Zitrusölen und reibe die Problemstellen damit ein. Es ist ein duftendes Erlebnis, und ich möchte es gar nicht mehr missen. 

In die Badewanne gehe ich  am liebsten mit Basensalz von Jentschura, in welches ich einige Lieblingsöle eintropfe. Sinnlich mit Ylang Ylang oder Patschuli, am Abend gerne Lavendel. Wer es kräftiger und würzig mag, dem kommen sicher Balsamtanne oder Zedernholz gerade recht. Das Highlight ist die Badewannenmeditation mit Weihrauch und Sandelholz, dabei kommst Du echt in den Schwebezustand. 

Was ist am Fasten noch so dran, außer dass man Gewicht verliert? Nun, man entlastet den Darm und kann dadurch ein ganz neues Mikrobiom aufbauen. Studien zeigen, dass die Zusammensetzung der Bakterien im Darm dafür verantwortlich sind, wie man sich  fühlt, und so lässt man zum Beispiel an Depression Erkrankte fasten und moderat Sport treiben oder dabei wandern. Ich kann nur bestätigen, dass meine Laune von Tag zu Tag steigt, seit ich faste und ich einfach auch Lust auf körperliche Bewegung habe. Dabei stelle ich fest, dass sich auch mental etwas bewegt und ich mich viel besser konzentrieren und ich auch strukturierter und organisierter arbeiten kann.

Mein Umfeld ist erstaunt darüber, dass ich nach 10 erfolgreichen Tagen immer noch nicht genug vom Fasten habe, denn es wäre doch schwierig, auf so viele schöne Sachen zu verzichten. Ich muss gestehen, ich staune über mich selbst. Auch meine Kinder gestanden mir heute, dass sie nicht an mein Durchhaltevermögen geglaubt haben, und ließen mich wissen, wie stolz sie auf mich sind. 

Was hat mich aber eigentlich veranlasst, diesen Weg des Verzichtens einzuschlagen? 

Ich brauchte eine radikale Veränderung in meinem Leben, denn seit Jahren plagen mich Schulterschmerzen und immer wiederkehrende Hautekzeme, welcher kein Dermatologe in den Griff bekommt. Für mich ist es keine dauerhaftge Lösung, meine Haut mit Kortison zu traktieren, oder nur mit Schmerzmittel in den Schlaf zu kommen. In diesen wundervollen letzten 10 Tagen hatte ich das Gefühl, meine Haut kann sich selbst heilen, meine Schmerzen ziehen sich zurück und mein Bewusstsein darf wachsen und sich erweitern. 

FASTEN = auf alles zu verzichten, um alles zu bekommen. (Rüdiger Dahlke) 


 

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